Welche Behandlungen und
Maßnahmen zusätzlich helfen können
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- { e.preventDefault(); document.querySelector(e.target.getAttribute('href')).scrollIntoView({ block: 'start', behavior: 'smooth' }); }"> Sport und Bewegung
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Bei der Behandlung von Depressionen im Jugendalter gilt die Psychotherapie als Behandlung der 1. Wahl. Je nachdem, wie stark die Depression ausgeprägt ist, wird auch die Behandlung mit einem Antidepressivum empfohlen. Antidepressiva können auch in Kombination mit einer Psychotherapie zum Einsatz kommen.
Neben diesen beiden Behandlungsverfahren (Psychotherapie und medikamentöse Behandlung) gibt es zusätzliche Maßnahmen, die die Behandlung einer Depression positiv unterstützen, aber nicht ersetzen können. Welche das sind, erfährst du hier!
Sport und Bewegung
Ein gesunder Lebensstil hilft nicht nur dabei, psychisch gesund zu bleiben, sondern trägt auch dazu bei, depressive Symptome zu lindern. Studien haben gezeigt, dass Sport und Bewegung bei der Behandlung von Depressionen im Jugendalter unterstützen können.
Hier fassen wir für dich einige grobe Anhaltspunkte zusammen, was besonders hilfreich sein kann:
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Ausdauer-Aktivitäten (z.B. Spaziergänge, Joggen, Fahrradfahren), Krafttraining, Gymnastik, gelten als besonders geeignet. Es geht dabei nicht darum, den Körper komplett auszupowern (außer du hast das Gefühl, dass dir genau das guttut!), sondern ihn zu aktivieren.
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Sowohl Sport und Bewegung alleine, aber auch in der Gruppe gelten als gut geeignet. Entscheide selbst, was dir guttut und was dir liegt!
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Ideal ist, wenn du ca. dreimal pro Woche für ungefähr 45 bis 60 Minuten aktiv bist.
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Bei bestimmten Sportarten (z.B. Krafttraining, Gymnastik) solltest du dich auf jeden Fall von einer Fachperson (z.B. ausgebildete:r Fitness-Trainer:in) anleiten lassen.
Wichtig zu wissen ist: Die positive Wirkung von Sport und Bewegung tritt nicht (immer) sofort ein – das ist sehr unterschiedlich. Oft heißt es: Dranbleiben!
Künstlerische Therapien
Praxiserfahrungen zeigen, dass künstlerische Therapien zur Unterstützung der Behandlung von Depressionen bei Jugendlichen, z.B. ergänzend zur Psychotherapie, hilfreich sein können. Zu künstlerischen Therapien gehören u.a. Kunsttherapie, Musiktherapie oder Tanztherapie. Das Besondere an diesen Therapien ist, dass Gefühle, Probleme, aber auch Stärken ohne Sprache ausgedrückt werden können. Beispielsweise können in der Kunsttherapie Bilder gestaltet werden, die schwierige Gefühle wie Scham oder Schuld ausdrücken. Oder es werden Foto-Collagen mit Dingen, die einem wichtig sind, erstellt. Die Werke können dann meistens auch nach Hause mitgenommen werden. Sie können dort hilfreich für dich sein, indem sie dir z.B. in herausfordernden Zeiten helfen, dich an Lösungswege zu erinnern, oder deine Stimmung beim Betrachten zu verbessern.
Bislang werden die Kosten für diese Therapien, wenn sie ambulant durchgeführt werden, in der Regel leider noch nicht von den Krankenkassen übernommen. Eine mögliche Kostenübernahme muss daher individuell mit deiner Krankenkasse besprochen werden.
Ergotherapie
Ergotherapie kann bei der Behandlung einer Depression bei Jugendlichen laut Expert:innen zusätzlich zu einer Psychotherapie oder medikamentösen Therapie sinnvoll sein. Ergotherapie ist ein Behandlungsansatz, der dir dabei helfen soll, aktiver und selbstständiger zu werden, sodass du Alltagsaufgaben wieder (besser) bewältigen kannst. Die Behandlung findet in der Regel einmal pro Woche über einen längeren Zeitraum statt. Eine Sitzung dauert zwischen 30 und 60 Minuten. In der Behandlung lernst du durch konkrete Übungen, wie du dich z.B. besser selbst und deinen Alltag strukturieren kannst. So werden beispielsweise gemeinsam Wochenpläne entwickelt, in denen feste Zeiträume für Alltagsaufgaben (z.B. Hausaufgaben), für Freund:innen sowie für die eigene Erholung eingeplant werden. Diese Pläne sollen dann aktiv im Alltag umgesetzt werden.
Ergotherapie kann ergänzend von behandelnden Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen verschrieben werden. In der Regel übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Ergotherapie in Deutschland, wenn eine psychische Erkrankung wie die Depression vorliegt. Private Krankenkassen haben dazu unterschiedliche Regelungen.
Jugendhilfe
Probleme im Alltag, wie z.B. Konflikte mit Eltern und Schwierigkeiten in der Schule oder Ausbildung, können einerseits dazu beitragen, dass eine Depression bei Jugendlichen entsteht. Andererseits kann die Depression zu diesen Problemen beitragen. Die Angebote der Jugendhilfe sind vielfältig. Sie zielen darauf ab, dich in deiner Entwicklung zu unterstützen und dich vor Gefahren, wie z.B. Gewalt zu schützen. Diese Angebote können zusätzlich zu einer psychotherapeutischen oder medikamentösen Behandlung der Depression sinnvoll sein. Es gibt beispielsweise Fachpersonen der Jugendhilfe, die zuhause gemeinsam mit dir und deinen Eltern an Konflikten arbeiten oder beim Erledigen von Alltagsaufgaben helfen. Außerdem gibt es einige wenige Schulen und Ausbildungsstellen, die speziell auf junge Menschen mit einer psychischen Erkrankung wie der Depression, zugeschnitten sind. Auch hier können Fachpersonen der Jugendhilfe sowie Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen bei der Auswahl und bei der Umsetzung helfen.