Wichtige Infos zur Therapeut*innen- und Kliniksuche

Erste Hilfe bei einer Depression

1) DEUTSCHLAND: WER KANN EINE DEPRESSION FESTSTELLEN UND BEHANDELN?

Jeder hat mal schlechte Stimmung. Aber woher weißt du, ob deine schlechte Stimmung „normal“ ist oder ob eine Depression dahintersteckt? Selbst Fachleute brauchen eine besondere Ausbildung, um eine Depression bei Kindern und Jugendlichen feststellen und behandeln zu können. „Meine schlechte Stimmung geht gar nicht mehr weg“, „Niemand mag mich“, „Alles ist so anstrengend geworden“ – Gedanken wie diese können Anzeichen einer Depression sein. Wenn du häufig solche Gedanken hast, solltest du dich an eine Fachperson wenden, die sich sehr gut damit auskennt. Auch wenn du dir unsicher bist, ob du eine Depression hast: Frag trotzdem nach! Dafür sind die entsprechenden Fachleute ja da. Es gibt mehrere Fachleute, die eine Depression feststellen und behandeln können. Wir listen hier für dich auf, an wen du dich wenden kannst und was sich hinter den verschiedenen Bezeichnungen verbirgt. Ganz wichtig: Du musst dir nicht alles merken, sondern kannst immer wieder hier nachlesen, wenn du die entsprechenden Informationen brauchst. Ärzt*innen haben Medizin studiert; Psychotherapeut*innen haben meistens Psychologie (d.h. sie sind Psycholog*innen) oder auch Pädagogik (d.h. sie sind Pädagog*innen) studiert und anschließend eine mehrjährige Ausbildung zum*zur Psychotherapeut*in abgeschlossen, wodurch sie berechtigt sind, Patient*innen zu behandeln. Ärzt*innen durchlaufen zur Spezialisierung eine mehrjährige Weiterbildung. Für die Behandlung psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen sind die Ärzt*innen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen die ersten Ansprechpartner*innen.

Ärzt*innen:

Fachärzt*in für Kinder- und Jugendpsychiatrie und
-psychotherapie

Wer diese Bezeichnung trägt, hat Medizin studiert und anschließend eine Facharztweiterbildung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und
-psychotherapie durchlaufen. Daher die Bezeichnung Fachärztin bzw. Facharzt.

Ärzt*in für Kinder- und Jugendmedizin (Kinderärzt*in) oder Allgemeinmedizin mit Fachkunde für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (Hausärzt*in)

Hinter diesem Titel verbergen sich Ärzt*innen, die nach dem Medizinstudium eine Zusatzqualifikation erworben haben – nämlich im Bereich Kinder- und Jugendpsychotherapie. Ihre Facharztausbildung können sie aber in einem anderen medizinischen Gebiet abgelegt haben.

Fachärzt*innen für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Diese Ärzt*innen haben zwar auch nach dem Medizinstudium eine Facharztweiterbildung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (oder im Bereich Psychosomatische Medizin und Psychotherapie) durchlaufen. Sie sind aber nicht auf Kinder und Jugendliche spezialisiert – deshalb empfehlen wir: Wende dich an die anderen genannten Berufsbezeichnungen.

PSYCHOTHERAPEUT*INNEN

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in

So nennt man Fachleute, die nach ihrem Studium (z.B. Psychologie oder Pädagogik) eine mehrjährige Ausbildung als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in gemacht haben. Sie haben eine staatliche Zulassung, den Beruf auszuüben.


Psychologische*r Psychotherapeut*in mit Zusatzqualifikation für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Das sind Psycholog*innen, die nach dem Studium eine mehrjährige Ausbildung als Psychotherapeut*in für Erwachsene gemacht haben. Sie haben auch eine staatliche Zulassung erhalten, den Beruf auszuüben. Außerdem haben sie im Bereich Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie eine Zusatzqualifikation erworben.

Die entsprechende Fachperson wird erst eine Diagnostik der Erkrankung vornehmen, d.h. verschiedene Untersuchungen durchführen, um festzustellen, ob bzw. welche Erkrankung bei dir vorliegt (hier findest du weitere Informationen). Basierend auf dem Ergebnis der Diagnostik wird sie dann die entsprechende Behandlung einleiten.

WIE FINDEST DU GEEIGNETE THERAPEUT*INNEN IN DEINER NÄHE?

So findest du geeignete Therapeut*innen in der Nähe deines Wohnortes: Es gibt eine Vereinigung (die sogenannte Kassenärztliche Bundesvereinigung) in Deutschland, die einen Service anbietet, der bei der Suche nach geeigneten Therapeut*innen unterstützt. Dabei werden freie Therapieplätze in Wohnortnähe telefonisch vermittelt.

Die spezifischen Nummern für jedes Bundesland sind hier aufgelistet:

Bayern: 116117
Baden-Württemberg: 0711 7875-3966
Nordrhein-Westfalen: 116117
Sachsen: 116117
Hessen: 069 24741-7777
Niedersachsen: 116117
Brandenburg: 116117
Thüringen: 116117
Hamburg: 040 55550200
Bremen: 0421 988858-10
Mecklenburg-Vorpommern: 0385 743187
Rheinland-Pfalz: 116117
Saarland: 116117
Sachsen-Anhalt: 116117
Schleswig-Holstein: 116117
Berlin: 116117

Zum anderen kannst du Therapeut*innen über kostenlose Suchportale im Internet finden. Beispiele hierfür sind:

Weisse Liste

Deutsche Psychologen Akademie des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP)

Psychotherapeutenkammern

Du kannst natürlich auch in den „Gelben Seiten“ suchen (online bspw. unter „Psychotherapie: Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten“), bei deiner Krankenkasse (bzw. der deiner Eltern) nachfragen oder deinen Kinderarzt bzw. deine Hausärztin fragen.

2) ÖSTERREICH: WER KANN EINE DEPRESSION FESTSTELLEN UND BEHANDELN?

Jeder hat mal schlechte Stimmung. Aber woher weißt du, ob deine schlechte Stimmung „normal“ ist oder ob eine Depression dahintersteckt? Selbst Fachleute brauchen eine besondere Ausbildung, um eine Depression bei Kindern und Jugendlichen feststellen und behandeln zu können. „Meine schlechte Stimmung geht gar nicht mehr weg“, „Niemand mag mich“, „Alles ist so anstrengend geworden“ – Gedanken wie diese können Anzeichen einer Depression sein. Wenn du häufig solche Gedanken hast, solltest du dich an eine Fachperson wenden, die sich sehr gut damit auskennt. Auch wenn du dir unsicher bist, ob du eine Depression hast:

Frag trotzdem nach! Dafür sind die entsprechenden Fachleute ja da. Es gibt mehrere Fachleute, die eine Depression feststellen und behandeln können. Wir listen hier für dich auf, an wen du dich wenden kannst und was sich hinter den verschiedenen Bezeichnungen verbirgt. Ganz wichtig: Du musst dir nicht alles merken, sondern kannst immer wieder hier nachlesen, wenn du die entsprechenden Informationen brauchst. Ärzt*innen haben Medizin studiert; Klinische Psycholog*innen haben Psychologie studiert und anschließend eine Ausbildung abgeschlossen; Psychotherapeut*innen haben meistens Psychologie (d.h. sie sind Psycholog*innen) oder auch Pädagogik (d.h. sie sind Pädagog*innen) studiert und anschließend eine mehrjährige Ausbildung zum*zur Psychotherapeut*in abgeschlossen, wodurch sie berechtigt sind, Patienten zu behandeln. Ärzt*innen durchlaufen zur Spezialisierung eine mehrjährige Weiterbildung. Für die Behandlung psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen sind die Ärzt*innen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und die kinder- und jugendlichen Psychotherapeut*innen die ersten Ansprechpartner.

Ärzt*innen:

Fachärzt*in für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Wer diese Bezeichnung trägt, hat Medizin studiert und anschließend eine Facharztweiterbildung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie durchlaufen. Daher die Bezeichnung Fachärztin bzw. Facharzt.

Ärzt*in für Kinder- und Jugendmedizin (Kinderärzt*in) oder Allgemeinmedizin mit Fachkunde für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (Hausärzt*in)

Hinter diesem Titel verbergen sich Ärzt*innen, die nach dem Medizinstudium eine Zusatzqualifikation erworben haben – nämlich im Bereich Kinder- und Jugendpsychotherapie. Ihre Facharztausbildung können sie aber in einem anderen medizinischen Gebiet abgelegt haben.

Fachärzt*innen für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie:

Diese Ärzt*innen haben zwar auch nach dem Medizinstudium eine Facharztweiterbildung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (oder für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie) durchlaufen. Sie sind aber nicht auf Kinder und Jugendliche spezialisiert – deshalb empfehlen wir: Wende dich an die anderen genannten Berufsbezeichnungen.

PSYCHO-THEREPEUT*INNEN

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in

So nennt man Fachleute, die nach ihrem Studium (z.B. Psychologie oder Pädagogik) eine mehrjährige Weiterbildung als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in gemacht haben.

Psychologische*r Psychotherapeut*in mit Zusatzqualifikation für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Das sind Psycholog*innen, die nach dem Studium eine mehrjährige Ausbildung als Psychotherapeut*in für Erwachsene gemacht haben. Sie haben auch eine staatliche Zulassung erhalten, den Beruf auszuüben. Außerdem haben sie im Bereich Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie eine Zusatzqualifikation erworben. 

Psychotherapeut*innen mit Weiterbildung für Säuglinge, Kinder und Jugendliche

Die Psychotherapeut*innen für Säuglinge, Kinder und Jugendliche werden in einer offiziellen Liste des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie (ÖBVP) aufgeführt. Diese kann man einsehen unter: https://www.psychotherapie.at/skj-pt.

Klinische Psycholog*innen

So nennt man Fachpersonen, die nach ihrem Psychologiestudium eine Ausbildung zur/zum Klinischen Psycholog*in abgeschlossen haben. Auf die Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen wie der Depression sind sie allerdings erst spezialisiert, wenn sie eine entsprechende Weiterbildung durchlaufen haben.

Die entsprechende Fachperson wird erst eine Diagnostik der Erkrankung vornehmen, d.h. verschiedene Untersuchungen durchführen, um festzustellen, ob bzw. welche Erkrankung bei dir vorliegt. Basierend auf dem Ergebnis der Diagnostik wird sie dann die entsprechende Behandlung einleiten.

3) SCHWEIZ: WER KANN EINE DEPRESSION FESTSTELLEN UND BEHANDELN?

Jeder hat mal schlechte Stimmung. Aber woher weißt du, ob deine schlechte Stimmung „normal“ ist oder ob eine Depression dahintersteckt? Selbst Fachleute brauchen eine besondere Ausbildung, um eine Depression bei Kindern und Jugendlichen feststellen und behandeln zu können. „Meine schlechte Stimmung geht gar nicht mehr weg“, „Niemand mag mich“, „Alles ist so anstrengend geworden“ – Gedanken wie diese können Anzeichen einer Depression sein. Wenn du häufig solche Gedanken hast, solltest du dich an eine Fachperson wenden, die sich sehr gut damit auskennt. Auch wenn du dir unsicher bist, ob du eine Depression hast: Frag trotzdem nach! Dafür sind die entsprechenden Fachleute ja da. Es gibt mehrere Fachleute, die eine Depression feststellen und behandeln können. Wir listen hier für dich auf, an wen du dich wenden kannst und was sich hinter den verschiedenen Bezeichnungen verbirgt. Ganz wichtig: Du musst dir nicht alles merken, sondern kannst immer wieder hier nachlesen, wenn du die entsprechenden Informationen brauchst. Ärzt*innen haben Medizin studiert; Psychotherapeut*innen haben meistens Psychologie (d.h. sie sind Psycholog*innen) oder auch Pädagogik (d.h. sie sind Pädagog*innen) studiert und anschließend eine mehrjährige Ausbildung zum*zur Psychotherapeuten abgeschlossen, wodurch sie berechtigt sind, Patienten zu behandeln. Ärzt*innen durchlaufen zur Spezialisierung eine mehrjährige Weiterbildung. Für die Behandlung psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen sind die Ärzt*innen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und die kinder- und jugendlichen Psychotherapeut*innen die ersten Ansprechpartner.

Ärzt*innen:

Fachärzt*in für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Wer diese Bezeichnung trägt, hat Medizin studiert und anschließend eine Facharztweiterbildung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie durchlaufen. Daher die Bezeichnung Fachärztin bzw. Facharzt.

Ärzt*in für Kinder- und Jugendmedizin (Kinderärzt*in) oder Allgemeinmedizin mit Fachkunde für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (Hausärzt*in)

Hinter diesem Titel verbergen sich Ärzt*innen, die nach dem Medizinstudium eine Zusatzqualifikation erworben haben – nämlich im Bereich Kinder- und Jugendpsychotherapie. Ihre Facharztausbildung können sie aber in einem anderen medizinischen Gebiet abgelegt haben.

Fachärzt*innen für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Diese Ärzt*innen haben zwar auch nach dem Medizinstudium eine Facharztweiterbildung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (oder für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie) durchlaufen. Sie sind aber nicht auf Kinder und Jugendliche spezialisiert – deshalb empfehlen wir: Wende dich an die anderen genannten Berufsbezeichnungen.

PSYCHOTHEREPEUT*INNEN

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in

So nennt man Fachleute, die nach ihrem Studium (z.B. Psychologie oder Pädagogik) eine mehrjährige Ausbildung als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in gemacht haben.

Psychologische*r Psychotherapeut*in mit Fachkunde für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Das sind Psycholog*innen, die nach dem Studium eine mehrjährige Ausbildung als Psychotherapeut*in für Erwachsene gemacht haben. Sie haben auch eine staatliche Zulassung erhalten, den Beruf auszuüben. Außerdem haben sie im Bereich Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie eine Zusatzqualifikation erworben.

Fachpsycholog*in für Kinder- und Jugendpsychologie mit einer psychotherapeutischen Weiterbildung zur Fachpsycholog*in für Psychotherapie

Dabei kann es sich um den Fachtitel „Fachpsycholog*in für Psychotherapie ASP/FSP/SBAP
oder um den Fachtitel „eidg. anerkannte Psychotherapeut*in
handeln

Die entsprechende Fachperson wird erst eine Diagnostik der Erkrankung vornehmen, d.h. verschiedene Untersuchungen durchführen, um festzustellen, ob bzw. welche Erkrankung bei dir vorliegt. Basierend auf dem Ergebnis der Diagnostik wird sie dann die entsprechende Behandlung einleiten.

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