Die S3-Behandlungsleitlinie und was dahintersteckt
- { e.preventDefault(); document.querySelector(e.target.getAttribute('href')).scrollIntoView({ block: 'start', behavior: 'smooth' }); }"> Lass dir helfen. Je früher, desto besser.
- { e.preventDefault(); document.querySelector(e.target.getAttribute('href')).scrollIntoView({ block: 'start', behavior: 'smooth' }); }"> Empfehlungen zur Behandlung depressiver Erkrankungen bei Jugendlichen
- { e.preventDefault(); document.querySelector(e.target.getAttribute('href')).scrollIntoView({ block: 'start', behavior: 'smooth' }); }"> Die „Expert:innen-Leitlinie“
- { e.preventDefault(); document.querySelector(e.target.getAttribute('href')).scrollIntoView({ block: 'start', behavior: 'smooth' }); }"> Die Empfehlungen der Leitlinie
Lass dir helfen. Je früher, desto besser.
Das Wichtigste zuerst: Niemand hat „Schuld“ an einer Depression! Genauso wenig, wie man „Schuld“ an einer körperlichen Erkrankung hat, wie zum Beispiel an einer Blinddarmentzündung. Und niemand würde sich doch wegen einer Blinddarmentzündung schämen, zur Ärztin oder zum Arzt zu gehen, oder? Bei Depressionen ist das oftmals leider anders.
Viele Jugendliche lassen sich – obwohl sie durch die Depression stark belastet sind – gar nicht oder erst spät behandeln. Oft hoffen sie, dass es „von allein“ wieder besser wird. Oder sie schämen sich, weil sie mit Problemen nicht selbst zurechtkommen. Oder haben Angst, als „psychisch krank“ zu gelten. Vielleicht kennst du solche Gedanken ja auch. Es ist aber wichtig, dass du dir frühzeitig Hilfe suchst. Denn: Eine Depression kann gut behandelt werden. Wenn eine Depression nicht behandelt wird, kann sie sich verstärken oder länger dauern. Es kann dann auch passieren, dass die Depression immer wieder auftritt. Also: Je schneller du behandelt wirst, desto besser!
Du findest auf dieser Website Empfehlungen für geeignete Behandlungen der Depression. Das sind nur Behandlungen, die für dein Alter angebracht sind – und die bei einer Depression erwiesenermaßen auch wirklich helfen. Aber bitte beachte: Lass dich zunächst unbedingt von einer Fachperson untersuchen. Nur eine Expertin oder ein Experte kann feststellen, ob du wirklich eine Depression hast und wie stark die Merkmale der Depression bei dir ausgeprägt sind. Das sind wesentliche Informationen, um eine Behandlung überhaupt planen und durchführen zu können.
Unter dem Menüpunkt „Depression behandeln“ stellen wir dir Empfehlungen zur Behandlung depressiver Erkrankungen bei Jugendlichen vor.
Diese beruhen auf der sogenannten S3-Leitlinie, die den aktuellen Stand der Wissenschaft zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einer Depression zusammenfasst. Sie wurde mit vielen Expert:innen, z. B. mit einer Vielzahl von Berufsverbänden (wie Verbänden von Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen, Angehörigen), und mit wissenschaftlichen Fachgesellschaften aus Deutschland abgestimmt.
Die „Expert:innen-Leitlinie“
Unter der S3-Leitlinie kannst du dir eine „Expert:innen-Leitlinie“ vorstellen, d. h., sie wurde ursprünglich nur für Expert:innen verfasst, also für Fachpersonen, die sich in ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit einer Depression beschäftigen. Deshalb ist sie in ihrer ursprünglichen Form für „Nichtfachleute“, wie für betroffene Kinder und Jugendliche oder interessierte Kinder und Jugendliche, nur schwer zu verstehen.
Wir wollen diese „Expert:innen-Leitlinie“ hier für dich (und in einem eigenen Bereich auch für deine Eltern) ganz verständlich machen. Damit du verstehen kannst, welche Behandlungsformen grundsätzlich am besten für Kinder und Jugendliche mit einer Depression geeignet sind – und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. So kannst du dich gut informiert zusammen mit deinen Eltern für eine geeignete Behandlung entscheiden. Falls du schon in Behandlung bist, kannst du mit deinen Eltern überprüfen, ob die Behandlung dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht – und was nach Abschluss der Behandlung zu beachten ist.
Die Empfehlungen der Leitlinie
In der Leitlinie gibt es für die Fachpersonen einen Unterschied zwischen „evidenzbasierten“ und „konsensbasierten“ Empfehlungen zur Behandlung. „Evidenzbasierte“ Empfehlung bedeutet, dass die Empfehlung auf Ergebnissen von wissenschaftlichen Studien beruhen. „Konsensbasierte“ Empfehlungen basieren in der Leitlinie nicht auf Evidenz (d.h. es liegt keine ausreichend aussagekräftige Studienlage vor), sondern auf der gemeinsamen Meinung von Expert:innen, womit sie mehrheitlich gute Erfahrungen in der Arbeit mit betroffenen Kindern und Jugendlichen gemacht haben.
Wichtig für dich ist: wir erklären für dich genau, welche Behandlungen für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren empfohlen werden und gehen auch kurz darauf ein, welche Behandlungen nicht empfohlen werden.
Die Leitlinie umfasst übrigens auch Empfehlungen für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren sowie ältere Kinder zwischen 7 und 12 Jahren.
Die Entscheidung für oder gegen eine Behandlung sollten Behandler:innen gemeinsam mit dir und deinen Eltern treffen. Davor sollte der Behandler bzw. die Behandlerin euch ausführlich über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten informieren.