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Nicht-empfehlenswerte Behandlungen

und Maßnahmen

Bei der Behandlung von Depressionen im Jugendalter gilt die Psychotherapie als Behandlung der 1. Wahl. Je nachdem, wie stark die Depression ausgeprägt ist, wird auch die Behandlung mit einem Antidepressivum empfohlen. Neben diesen beiden Behandlungsverfahren gibt es zusätzliche Ansätze, die die Behandlung einer Depression positiv unterstützen, aber keinesfalls ersetzen können.

Daneben gibt es auch Behandlungsansätze, die bei Depression im Jugendalter nicht empfehlenswert sind. Das liegt daran, dass es entweder keine Studien zur Wirksamkeit gibt. Oder aber, dass Studien die Wirksamkeit nicht belegen konnten.

Johanniskraut

Johanniskraut ist eine (Heil)Pflanze, die z.B. in Kapselform erhältlich ist Johanniskraut(extrakt) wird für die Behandlung einer Depression bei Jugendlichen nicht empfohlen. Das liegt daran, dass die Studien, die die Wirksamkeit von Johanniskraut untersucht haben, nicht aussagekräftig sind. Zusätzlich kann die Einnahme von Johanniskraut unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen, wie z.B. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Lichttherapie

Die Lichttherapie soll den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen. Dabei setzt man sich, vorwiegend morgens, einer sehr starken Lichtquelle aus. Studien zur Lichttherapie bei Jugendlichen zeigen keine Wirksamkeit bei einer Verbesserung der depressiven Symptome. Aus diesem Grund wird sie nicht als Behandlung empfohlen.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren, die in Lebensmitteln vorkommen und z.B. das Immunsystem stärken. Sie werden auch als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. Für Omega-3-Fettsäuren zeigen Studien bei Jugendlichen, dass sie zu keiner Verbesserung depressiver Symptome beitragen. Daher werden Omega-3-Fettsäuren nicht als Behandlung empfohlen.