Wie du helfen kannst, wenn dein Freund oder deine Freundin depressiv ist

Schau genau hin!

Vielleicht fragst du dich, woran du eine Depression bei deinen Freundinnen oder Freunden erkennen kannst. Eine Depression ist nicht einfach zu erkennen. Sie kann viele unterschiedliche Formen haben und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Deshalb kann sie auch nur von einer Fachperson diagnostiziert werden (hier erfährst du mehr dazu). Wichtig ist aber: Wenn dir Veränderungen am Verhalten deiner Freundin oder deines Freundes auffallen – wenn er oder sie z.B. oft traurig ist, sich zurückzieht, nichts mehr unternehmen will – dann schau nicht weg oder denke „Das geht mich nichts an“. Sei aufmerksam und kümmere dich. Es kann sein, dass du nicht ganz sicher bist, ob du dir zu Recht Sorgen machst. Frag dann auf jeden Fall eine erwachsene Person in der Schule um Rat (z.B. Vertrauenslehrer*in oder Schulpsycholog*in).

ACHTE AUF HINWEISE

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Folgende Symptome könnten darauf hindeuten, dass deine Freundin oder dein Freund depressiv ist: Er oder sie

ist in letzter Zeit oft traurig oder gereizt,

verliert das Interesse: hat keine Freude mehr an Dingen, die zuvor Spaß gemacht haben, wie z.B. Hobbys pflegen, Freund*innen treffen oder die Pause mit anderen verbringen,

ist energielos und hat Probleme, sich zu bestimmten Dingen aufzuraffen (z.B. zum Sportverein zu gehen); ist viel schneller müde, auch nach kleinen Anstrengungen,

leidet unter Schlafstörungen, schläft viel mehr oder viel weniger,

hat weniger oder mehr Appetit (und nimmt deshalb auffällig zu oder ab,)

spricht davon, nichts wert zu sein; hat wenig Selbstvertrauen,

hat Schuldgefühle, z.B. gegenüber der Klasse („Wir können den Ausflug nicht machen, weil ich zu spät gekommen bin!“,)

hat Gedanken an den Tod oder daran, dass das Leben keinen Sinn mehr hat; hat Gedanken, sich das Leben zu nehmen,

ist aggressiv, aufbrausend, schreit andere an, obwohl es keinen Grund dafür zu geben scheint,

hat Probleme mit der Konzentration und der Aufmerksamkeit,

hat Schwierigkeiten beim Nachdenken (verlangsamtes Denken),

hat Probleme, Entscheidungen zu treffen (z.B. zu entscheiden, was man morgens anziehen soll, was man als Nächstes tun soll),

zeigt große motorische Unruhe, die Bewegungen sind eingeschränkt und verlangsamt,

zieht sich sozial zurück, unternimmt z.B. viel weniger mit Freund*innen und Familie,

fühlt sich einsam,

weint oft,

hat mehr negative Gedanken, grübelt viel, hat Gefühle der Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, äußert Sorgen und Zukunftsangst, sieht pessimistisch in die Zukunft („Das hat doch alles keinen Zweck.“),

hat körperliche Beschwerden, z.B. Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen,

ist kaum oder gar nicht belastbar,

ist ängstlich,

hat Schulprobleme (die Schulleistung fällt ab).

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