1052 Desktop Vor Depression schuetzen

Ein positiver Umgang mit Problemen mindert das Risiko für die Entstehung einer Depression und anderer psychischer Erkrankungen (wie z.B. Angststörungen).

Wenn Ihr Kind in der Schule oder mit Freund*innen Probleme hat, können Sie Folgendes tun:

Fragen Sie Ihr Kind, welche Unterstützung es von Ihnen braucht (z. B. einfach nur durch Zuhören oder auch die eigene Sichtweise einbringen): „Ich kann dir anbieten, zuzuhören oder, wenn du das möchtest, auch meine Ideen und Gedanken dazu einbringen.“


Geben Sie Ihrem Kind Zeit, über das Problem zu sprechen, bevor Sie gemeinsam nach Lösungen suchen. Versuchen Sie dabei nicht, alle Probleme Ihres Kindes zu lösen, sondern unterstützen Sie Ihr Kind dabei, Probleme auch selbst zu lösen. Es gilt also: Hilfe zur Selbsthilfe.


Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, Herausforderungen in kleine Schritte zu unterteilen und somit schrittweise zu bewältigen. Beim Lernen für Abschlussprüfungen z.B. kann es sinnvoll sein, erst gemeinsam einen Zeitplan zu erstellen, dann die Lernmaterialien zu sortieren, dann alte Prüfungsfragen durchzugehen usw. Helfen Sie Ihrem Kind dabei, sich gut zu strukturieren.


Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Probleme lösbar sind. Z.B. indem Sie ihm aufzeigen, wie es in der Vergangenheit schon gut und erfolgreich mit anderen Problemen umgegangen ist.


Loben Sie Ihr Kind ausdrücklich, wenn es mit einem Problem gut umgegangen ist. Betonen Sie dabei die Bemühungen (z.B. dass Ihr Kind bei einem Konflikt mit einer Lehrerin oder einem Lehrer das Gespräch mit ihm gesucht hat) und weniger das Ergebnis (z.B. ob die Lehrerin oder der Lehrer bei dem Konflikt eingelenkt hat oder nicht). Denn das Ergebnis wird nicht nur von Ihrem Kind beeinflusst, sondern von vielen anderen Dingen und Personen (wie z.B. in diesem Beispiel von der Lehrkraft).


Wenn Ihr Kind ein Problem nicht lösen konnte, sprechen Sie ihm Mut zu: z.B. durch „Ist nicht so schlimm, gib nicht auf, wir finden gemeinsam eine andere Lösung.“.


Ermutigen Sie Ihr Kind, zu seiner Verantwortung zu stehen, falls es etwas falsch gemacht hat – und helfen Sie ihm, sich eigene Fehler zu verzeihen und von Misserfolgen zu lernen.