S3-Behandlungs-leitlinie
- { e.preventDefault(); document.querySelector(e.target.getAttribute('href')).scrollIntoView({ block: 'start', behavior: 'smooth' }); }"> Behandlung der Depression bei Kindern und Jugendlichen
- { e.preventDefault(); document.querySelector(e.target.getAttribute('href')).scrollIntoView({ block: 'start', behavior: 'smooth' }); }"> Hilfe: je früher, desto besser
- { e.preventDefault(); document.querySelector(e.target.getAttribute('href')).scrollIntoView({ block: 'start', behavior: 'smooth' }); }"> Wichtig
- { e.preventDefault(); document.querySelector(e.target.getAttribute('href')).scrollIntoView({ block: 'start', behavior: 'smooth' }); }"> Empfehlungen der Leitlinie
Zur Behandlung der Depression bei Kindern und Jugendlichen
Unter dem Menüpunkt „Depression behandeln“ stellen wir Ihnen Empfehlungen zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einer Depression vor. Diese beruhen auf der sogenannten S3-Leitlinie, die den aktuellen wissenschaftlichen Stand zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einer Depression zusammenfasst. Sie wurde mit zahlreichen Expertinnen und Experten, z. B. mit einer Vielzahl von Berufs- und Interessenverbänden (wie Verbänden von Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen, Angehörigen), sowie mit akademischen Fachgesellschaften aus Deutschland abgestimmt.
Die S3-Leitlinie ist eine „Expert:innen-Leitlinie“. Das heißt, sie wurde ursprünglich für Fachpersonen verfasst, die sich professionell mit Kindern und Jugendlichen mit einer Depression beschäftigen.
Wir wollen diese „Expert:innen-Leitlinie“ hier für Sie als Eltern verständlich darstellen. Damit Sie informiert sind, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und welche Behandlungsformen nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft sowie Empfehlungen von Expert:innen am besten für Kinder und Jugendliche mit einer Depression geeignet sind. So können Sie sich zusammen mit Ihrem Kind für die geeignete Behandlung entscheiden. Falls Ihr Kind schon in Behandlung ist, können Sie selbst überprüfen, ob die Behandlung, die Ihr Kind bekommt, dem aktuellen Stand der Wissenschaft sowie den Empfehlungen von Expert:innen entspricht und was nach Abschluss einer Behandlung zu beachten ist.
Suchen Sie Hilfe. Je früher, desto besser
Das Wichtigste zuerst: Niemand hat „Schuld“ an einer Depression. Genauso wenig, wie man „Schuld“ an einer körperlichen Erkrankung hat, etwa an einer Blinddarmentzündung. Niemand würde sich schämen, wegen einer Blinddarmentzündung zur Ärztin oder zum Arzt zu gehen. Bei Depressionen ist das leider manchmal anders.
Viele Kinder und Jugendliche werden trotz großer psychischer Belastungen gar nicht oder erst spät behandelt. Oft besteht die Hoffnung, dass es „von allein“ wieder besser wird. Oder die Betroffenen schämen sich, weil sie mit Problemen nicht selbst zurechtkommen. Oder sie haben Angst, als „psychisch krank“ zu gelten. Vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor. Es ist aber wichtig, dass Ihr Kind früh Hilfe bekommt. Denn: Eine Depression kann in der Regel gut behandelt werden. Wenn eine Depression nicht behandelt wird, kann sie sich verstärken oder länger andauern. Es kann auch das Risiko erhöhen, dass die Depression immer wieder auftritt. Daher gilt: Je schneller Sie und Ihr Kind eine geeignete Behandlung beginnen, desto besser!
Auf dieser Website finden Sie Empfehlungen für geeignete Behandlungen der Depression. Wir empfehlen nur Behandlungen, die altersangemessen sind und die erwiesenermaßen bei einer Depression im Kindes- und Jugendalter helfen.
Wichtig ist:
Zunächst sollte immer eine Fachperson feststellen, ob wirklich eine Depression bei Ihrem Kind vorliegt und wie stark die Merkmale der Depression ausgeprägt sind. Denn das sind wichtige Informationen für die Planung und Durchführung der Behandlung.
Die Empfehlungen der Leitlinie
In der Leitlinie gibt es für die Fachpersonen einen Unterschied zwischen „evidenzbasierten“ und „konsensbasierten“ Empfehlungen zur Behandlung. „Evidenzbasierte“ Empfehlung bedeutet, dass die Wirkung der Behandlung mehrheitlich in Studien gezeigt werden konnte. „Konsensbasierte“ Empfehlungen basieren in der Leitlinie nicht auf Evidenz (d.h. es liegt keine ausreichend aussagekräftige Studienlage vor), sondern auf der gemeinsamen Meinung von Expert:innen, womit sie mehrheitlich gute Erfahrungen in der Arbeit mit betroffenen Kindern und Jugendlichen gemacht haben.
Wichtig ist: alle hier genannten Behandlungsmöglichkeiten werden für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren empfohlen und sind vertrauenswürdig.
Die Leitlinie umfasst übrigens auch Empfehlungen für die Altersgruppen jüngerer Kinder zwischen 3 und 6 Jahren sowie älterer Kinder zwischen 7 und 12 Jahren.
Die Entscheidung für oder gegen eine Behandlung sollten Behandler:innen gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Kind treffen. Davor sollte der Behandler bzw. die Behandlerin Sie und Ihr Kind ausführlich über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten informieren.